Tagebuch #122

Herbst ist da

In diesen Tagen hängen wir an den Nachrichten aus Amerika. Es scheint, dass Bieden der nächste Präsident wird. D.h. dass Trump abgewählt wird. Endlich eine etwas hellere Perspektive in unserer gegenwärtigen so düsteren Zeit. Obwohl es bleibt, dass fast die Hälfte Amerikaner Trump, trotz seiner schrecklichen Autokratie und krankhaften Selbstbezogenheit gewählt haben. Die giftige antidemokratische Saat ist gesät. Kann das kranke Land geheilt werden?

Tröstlich ist der wunderbare Herbst mit all den Farben, dem Gold unter Bäumen. Hier ein Lied aus dem 16. Jahrhundert. Es ist im Internet mit Melodie zu finden. Es wurde im Morgenritual eine Woche lang im Rosenhofpark, in der Arena, mit der „Insich“–Gemeinschaft gesungen:

Herbst ist da

Herbst ist da, der Sommer verging,

Kühler die Winde wehn.

Hinter den Wäldern, über den Feldern

Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, so singt Euer Lied,

Mag auch der Sommer vergehn.

Heller die Sterne, näher die Ferne,

Glänzet der Mond so schön.

Herbst ist da, bald ruhet das Land,

Vögel gehen Süden ziehn.

Leer sind Felder, stiller die Wälder,

Wolken am Himmel fliehn.

Herbst ist da bald ruhet das Land,

Sommerlich Lied verklingt.

Will nichts mehr fragen, will nichts mehr sagen

Nebel sein Spiel beginnt.

Herbst ist da, es erntet die Zeit,

Alles was reift ist, fällt

Lautloses Fallen, Fallen in Allem

Was da noch fest sich hält.

Herbst ist da, der Sommer ging hin,

Kühler die Winde wehn,

Heller die Sterne, näher die Ferne,

Glänzet der Mond so schön.

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